Eine missionarische Theologie entsteht

    Das "Theologische InstitutVerbum Dei" mit Sitz in Madrid-Loeches (Spanien) entstand im Jahre 1986 in Zusammenarbeit mit der Päpstlichen Universität "Urbaniana" mit Sitz in Rom.

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    Eine Gruppe von Dozenten unter ihnen - unten Mitte - der ehemalige Leiter des Institutes, P. Dr. AntonioVelasco (fmvd).Als selbstständige Tochterfiliale der P.U.U. begleitet es mit seinem philosophischen-theologischen Lernprogramm alle Studenten bis zum Abschluß des Bakkalaureates in Katholischer Theologie. Derzeit sind über 130 Studenten und Studentinnen und Priesteramtskandidaten des Verbum Dei und interessierte Christen aus 12 verschiedenen Ländern dort eingeschrieben. 

    In den letzten Jahren sind fünf weitere Theologisch-Philosophische Einrichtungen des Verbum Dei in verschiedenen Erdteilen aufgebaut worden.

P. Jaime Bonet und der ehemalige Apostolische Nuntius  in Spanien und jetzige Erzbischof Giovanni Lajolo bei der Einweihung der neuen Institutsräume in Madrid.

    Der freundschaftlichen Sorge von Kardinal D. Angel Suquía Goicochea (+ 13.07.2006) ist die Förderung und die endgültige Approbation des "Instituto Teológico" zu verdanken. Die in Rom ausgestellten akademischen Titel sind in Spanien mit in Krafttreten des Gesetzesabkommen von 1995 staatlich anerkannt. Sie gelten als  "Licencia en Ciencias Religiosas"-"Lizentitat in den Wissenschaften der Religion" und sind im Rahmen der europäischen Einigungsabkommen der Kultusminister von europaweiter Gültigkeit.Die Wirkungsgeschichte einer Bewegung als Dynamik für einen Theologischen UnterrichtDie theologische Ausbildung wurde gleich in den Anfängen des Verbum Deials integratives Element für eine heranreifende missionarischen Identität gesehen.Auf Bitten des Gründers, P. Jaime Bonet beschäftigt sich  ein Team von Theologen, Mentoren und Seelsorgern innerhalb von Verbum-Dei um die Gestaltung eines akademischen Unterrichtes und eines spirituell-pastoralen  Rahmens für die Ausbildung. Es geht um die Erarbeitung einer Theologie, welche sich vom Charismader Gemeinschaft inspirieren läßt und mithilft vorrangig für die Abhilfe der schreienden Nöte dieser Zeit durch den Aufbau von missionarischen Fraternitäten zu helfen, die durch das Gebet, den Dienst am Wort und ein evangeliumsgemäßes Glaubenszeugnis versuchen, alle Menschen über eine Begleitung zum Beten zur Nachfolge zu ermuntern.  Das bedeutet eine Theologie zu gestalten, die solide Fundamente für schöpferische Initiativen auf dem Gebiet der Glaubensverkündigung, Wortverkündigung und Mystik grundlegen hilft.




Das Reich Gottes als Strukturmoment für die Theologie der Missionarischen Fraternität Verbum Dei

 Als Schirmherrin aller Theologischen Zentren erklärte die Dekanin des Theologischen Institutes jüngst

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"Grundlegend für eine Theologische Lehre, die der evangeliumsorientiertenGlaubensverkündigung dienen soll ist - noch vor der Diskussion über Aufgaben, Kompetenzen und Methoden einer missionarischen Pastoral -  das bewußte Vorleben des Reiches Gottes unter Dozenten und Studenten. Theologische Deutungen der Reich-Gottes-Verkündigung können durch meditative Verinnerlichung Ursprüngliches wieder neu verstehbar machen." Im seinem Leitwort erbat der Gründer P. Jaime Bonet von den Verantwortlichen für die Theologische Ausbildung als vorrangige Aufgabe eine intensive und gründlicheintellektuelle,  katholische Durchdringung derGlaubenswahrheiten.

 

Er warnte die Dozenten mit den Worten des Hl. Paulus:

"Hütet euch vor dem Geist des Buchstabens der tötet. Begleitet und nährt mit eurem Charisma des Missionars und Theologen   urgemeindliche Zellen, die leben und erleben, wie das Reich Gottes schon mitten unter ihnen - in aller menschlicher Gebrochenheit - greifbar wird. Faktisch bedeutet das ein intensives und offenes Kommunikationsunternehmen: im Geist und aus dem Geist des Evangeliums in Gütergemeinschaft, ohne Grenzen von Klassen, Rassen und Ständen miteinander zu leben und durch das Wort der Verkündigung andere für diese Lebensart zu begeistern." Mit diesem Ziel vor Augen haben alle Fraternitäten und Zentren in den vergangenen Jahren versucht einen lebensnahen katechetischen Glaubenskurs auf Grundlage des Gründerdokumentes: "Leben und Liebe- das Wesen Gottes, Gabe und Aufgabe für jeden Menschen" zu entwickeln. Die propädeutische Vorbereitung fürs Studium der Theologie ist als Begleitung auf einem persönlichen heilsgeschichtliche Weg  mit dem Wort Gottes konzipiert. So sollen alle Studenten sozusagen zum Studium in der Form einer christlichen Lebensart hingeführt werden. Dies beginnt in der sogenannten Schule des Wortes. "Wir können die theologische Ausbildung nicht abgetrennt von der geistlichen Ausbildung sehen; noch wollen wir den Traktat über Gott vom Umgang und Zwiegespräch mit Ihm ablösen. Das hieße die Chancen und Zeit für unsere angemessene Ausbildung zu vergeuden." 

Der umfassende Rahmen derlangfristigen Ausbildung zum Glaubensboten im Alltag wird im Verbum Dei die Apostelschule  genannt. Der Lernprozeß der Apostelschule geht über das Studium bis zum Aufbau eines selbstständig geleiteten Kreises engagierter Christen. Der Grad der Verfügbarkeit für Gott und dieses Charisma von Gebet und Dienst am Wort liegt bei jedem selbst.

Der Theologische Beirat hat sich einmütig undausdrücklich dafür ausgesprochen, daß für  die Aufnahme theologischer Studien innerhalb der Studiengänge der Theologischen Zentren und Institute von Verbum Dei eine vorgängige erfolgreiche Teilnahme an der "Apostelschule" einer lokalen Fraternität vorausgesetzt wird.

Auf dem jeweiligen Campus der Zentren bzw. in den Wohngemeinschaften von Verbum Dei ist das Studium in ein Gebetsleben eingebettet. Geschwisterlich im Zeichen des Kreuzes leben zu lernen ist ein wesentlicher Rahmen für das Studium. Damit die Studenten als missionarische Christen einen Weg als Apostel und angehende Theologen gehen können, bietet die Fraternität ihnen die Möglichkeit, das Gelernte in einer interaktiven Lernweise aufzunehmen und weiterzugeben. Eine heilsgeschichtlich orientierte Theologie wird in derSchule des Wortes geboren.

Es entstehteine existentielle Dynamik in der lebensnahen Begegnung mit dem  Wort Gottes, die zu einem Lebensrahmen wird - theologisch zu lehren, zu lernen und Referate zu halten, Predigten abzufassen- all dies wird zu Bausteinen für eine verkündigende Lebensart. Von den Dozenten wird verlangt, daß sie die üblichen Philosophischen und Theologischen Fächer in ihrer didaktischen Aufbereitung des Unterrichtes gezielter für die missionarische Berufung derStudierenden aufbereiten.

Der Theologische Beirat des Verbum Dei hat erneut hinsichtlich der Auswahl der Lehrer und Lehrinhalte auf die  Weisungen des Gründers verwiesen:"Wir schöpfen die theologischen Studien als grundlegende Nahrung für unsere Frömmigkeit und unser Gebet voll aus; sie sollen Quelle und Reichtum für unsere eigene Heiligung und die Evangelisierung sein, so daß Gottes Leben in die Weltgestrahlt werde.

Unsere Glaubenswahrheiten sind mehr dazu da, gelebt zu werden,als theoretisch gewußt zu werden. Nur was wir aufmerksam gebetet haben, wissen wir letztlich mit wahrer Weisheit. Diese praktische Liebe zu Jesus und Seiner Kirche wird die Leiter des Verbum Dei dazu bringen, als theologische Lehrer und Ausbilder der Mitglieder des Institutes jeweils die Personen auszuwählen, die Gebet und Wissenschaft am besten miteinander zu vereinbaren wissen und sich redlich bemühen, den Glauben, den sie lehren ins Leben umzusetzen." (Jaime Bonet, Geistliche Weisungen 1988)